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Glauben und Gesellschaft

Glaubenskriege sind nicht mehr zeitgemäß, die aktuellen Hauptreligionen sind 2000 Jahre alt, oder älter und haben nur noch wenig Bezug zu den aktuellen Verhältnissen. Hinzu kommt, dass die Hauptaussagen der Religionen sich weitgehend decken. Religiöse Gruppen werden für Machtinteressen missbraucht. Das Beispiel Irland zeigt das derzeit recht deutlich. Hier redet man seit neuestem nicht mehr vom Krieg der verschiedenen Konfessionen, sondern von Pro- und Kontra-britischer Einstellung. Vergessen ist jetzt der Glaube an den Krieg der Konfessionen, der schon seit seinem Bestehen nur dazu diente, einfache, gläubige Bürger in die kriegerischen Handlungen einzubinden und parteiisch zu machen. Das Selbe wird weltweit von unseren Mächtigen forciert. Auch der Dschihad basiert wahrscheinlich auf solchen Macht-, bzw. Profitinteressen. Die Kreuzzüge des Mittelalters hatten ja auch das Ziel, weite Ländereien zu unterdrücken.

Ursprünglich hatten die Religionen die wichtige Aufgabe, vielen Menschen ein organisiertes Miteinander in großen Gesellschaften zu ermöglichen. Auch heute noch bilden die wichtigsten Aussagen noch den Grundstein friedlichen Zusammenlebens.

In jeder der Hauptreligionen werden Regeln zum zusammenleben der Menschen aufgestellt und alle verurteilen Mord und Totschlag. Allein die Auslegung und Gruppierungen selbst gleicher Glaubensrichtungen, veranlasst Massen von Menschen sich mit Ihren Nachbarn zu bekriegen, Terrorakte zu begehen und sich über den Rest der Welt stellen zu wollen. Solange das den Machtinteressen großer Mächte nicht widerspricht, wird sich an dieser Praxis nichts ändern.

Die Menschen selbst könnten mit etwas gesundem Menschenverstand, mehr Toleranz, gesellschaftlicher Bildung und dem Bewusstsein, dass Glauben jedermanns Privatsache ist und niemand das Recht hat darüber zu bestimmen, dieses menschenunwürdige Verhalten beenden. Menschenunwürdig, weil der Mensch in der Lage ist auch komplexe Zusammenhänge zu erfassen, vernünftige Entscheidungen zu treffen und auch sehr wohl Recht von Unrecht unterscheiden kann – und dies unabhängig von Rang und Status. Allein der Wille auf sein angeborenes Gewissen auch zu hören, obwohl die Folgerungen nicht immer zum eigenen Vorteil sind, würde in vielen Fällen (vor allem in den Machtpositionen) schlimmeres verhindern. Aber gerade hier werden solche Massenverhaltensmuster aufgrund religiöser Verblendung und politischer Ideologien forciert um sich Vorteile zu verschaffen, bzw. die Machtpositionen zu verteidigen.

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