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Sparen an Arbeitslosen

Unsere derzeitige Regierung plant im Rahmen ihrer Sparmaßnahmen wieder einmal die schwächste Gruppe in die Pflicht zu nehmen. Eine Einsparung bei den Arbeitslosen wird diese aber empfänglicher für Dumpinglöhne und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen machen. Dass dies aber letztendlich nicht einmal zu Einsparungen führt, wird bei diesem Gedanken nicht berücksichtigt.

Ein Handwerksbetrieb lebt z.B. nicht davon, daß sich nur noch Besserverdiener einen ehrlichen Handwerker leisten können.
Mittelständische Betriebe beschäftigen einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung und werden von der Industrie permanent so stark unterboten, daß Personalabbau und Dumpinglöhne unumgänglich werden. Arbeitslose Handwerker müssen um zu überleben schwarz arbeiten – auch weil große Teile der Bevölkerung reelle Dienst- und Handwerksleistungen nicht mehr bezahlen können. Hierbei entsteht ein Defizit in Sozial- und Staatskassen, das nicht durch reine Ausgabensenkung aufgefangen werden kann.

Zeitarbeitsfirmen unterbieten zunehmend mit Dumpinglöhnen in der Industrie langjährige Mitarbeiter, die in der Folge verdrängt werden. Damit liefert man sie dann eben diesem Kreislauf aus. Sinnvolle Beschäftigungs- und Steuerpolitik sieht anders aus!

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