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Soziale Verantwortung von Unternehmen

Konzerne neigen dazu unbequeme nicht so lukrative Tätigkeiten auszulagern. Produkte aus Asien werden dabei unter Menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Die Leiharbeit spielt hierbei auch eine Rolle. Hier werden unter Umgehung bestehender Vorschriften, wie bei Mercedes geschehen, Leiharbeiter zu Minilöhnen, die noch aufgestockt werden müssen, in der Produktion beschäftigt.

Die Verantwortung tarifgebundener Firmen auch ausgelagerte Arbeiten zu fairen Bedingungen zu garantieren liegt in der Verantwortung dieser Unternehmen! Hier sollte die Politik regulierend eingreifen und geltendes Recht durchsetzbar gestalten. Die neuerliche Regulierung der Zeitarbeit gebietet eine der Arbeit angemessene Entlohnung – das sollte nicht durch Werksverträge umgangen werden können. Es kann ja nicht sein, dass unsere Konzerne billig produzieren und die Allgemeinheit kommt für die Ergänzung des Lebensunterhaltes auf, den die dort, auch indirekt, Beschäftigten verdienen.

In der Logistikbranche ist das fast noch dramatischer. Hier wird im neu erschlossenen Europäischen Markt das Lohnniveau auf einem Tiefststand eingependelt der hauptsächlich durch osteuropäische Belegschaften abgedeckt wird. Dies ist auch ein Resultat der Praxis großer Speditionen arbeitsintensive, bzw. unlukrative Arbeiten auszulagern auf kleine Transportunternehmen, die dann kaum noch in der Lage sind, faire Löhne zu zahlen. Als wirtschaftlich so wichtiger Bestandteil der Produktions- und Handelsabläufe mit ständig steigenden Qualitätsansprüchen, verdient aber genau diese Branche auch eine Angemessene Entlohnung. Hier ist eine gesamteuropäische Lösung anzustreben. (z.B. eine Anhebung der Frachtraten, Angleichung der Entlohnung auf ein gesamteuropäisches Niveau)

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